Axel Biesler

sprich: di·vine!

Über das göttlichste aller Getränke

Wein ist empfindlich. Man muss sich um ihn kümmern. Wein kommt nicht als Wein zur Welt. Wenn er hereingeholt in die Welt ist er sehr verletzbar. Er ist fragil, und die Welt, in die man ihn holt, ist neu und fremd für ihn.

Wein ist beeinflussbar, gerade wenn er jung ist. Da ist er neugierig und schaut sich um. Wein hat kein Bewusstsein. Wein lässt sich treiben.

Eine Woche lang mit Henriette verreist gewesen. Nach der Rückkehr erfahren, dass wir in der Bretagne waren und nicht, wie ich irrtümlich annahm, in der Toskana. Wieso aber bekomme ich heute eine Ansichtskarte von uns aus Florenz? In Jeans Weindepot alle Reste ausgetrunken, nachdenklich.
Eugen Egner, Aus dem Tagebuch eines Trinkers, Haffmanns Verlag

DIEWEIN

lässt es geschmeidig angehen, sagt niemandem den Kampf an und keine Trends voraus. Es geht ihr um Geschichten vom Wein in der Welt (und umgekehrt). Doch sind dies keine Prüfprotokolle, die Wein in manierierten Worten in seine sensorischen Funktionen zerlegen, sondern Geschichten, die Geschehnisse hinterfragen und dabei eigene Ideen entwickeln. Detailfetisch vermeidet sie. Ihr Wort ist ihr dennoch teuer und freilich nicht an jeder Stelle wörtlich zu verstehen.

Axel Biesler

hatte kein Weinerweckungserlebnis und bräsige Deutungshoheit ist ihm ein Graus. In die Weinwelt ist er nolens volens hineingeschliddert und kann sich auch heute noch gleichermaßen über sie wundern wie von ihr begeistern lassen. Es gibt keinen guten Wein, außer man trinkt ihn, lautet sein vorläufiges Fazit. Axel Biesler ist gelernter Winzer und Sommelier. Er lebt, trinkt und schreibt in Köln.

Die Wissenschaft kann ja richtig sein, aber die Praxis kann sich auf dieses Richtige der Wissenschaft nicht einlassen.
Rudolf Steiner, Landwirtschaftlicher Kurs, Rudolf Steiner Verlag

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